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Sonderpädagogische Förderung in der Schule

Behinderte Menschen haben genau wie nicht behinderte einen Anspruch auf eine Bildung, die ihren Fähigkeiten und Neigungen entspricht. Da Bildung Sache der Bundesländer ist, tragen sie diesem Anspruch in unterschiedlicher Form Rechnung.

Je besser die Schul- und Berufsausbildung, desto besser die Berufs- und Lebenschancen. Für behinderte Menschen gilt dies ganz besonders. Genau wie nicht behinderte Menschen haben sie deshalb einen Anspruch auf eine Bildung, die ihren Fähigkeiten und Neigungen entspricht.

Schulische Bildung in Deutschland fällt in den Aufgabenbereich der Bundesländer. Dementsprechend gibt es kein bundesweit einheitliches System der sonderpädagogischen Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen. Die Kultusministerkonferenz (KMK), die die Bildungspolitik der Bundesländer in länderübergreifenden Fragen koordiniert, gibt allerdings mit ihren Beschlüssen und Empfehlungen einen Rahmen vor, in dem sich die Regelungen der Bundesländer bewegen.

So ist den schulgesetzlichen Regelungen in allen Bundesländern gemeinsam, dass die allgemeine Schulpflicht auch für junge Menschen mit (auch schwersten) Behinderungen gilt. Für diese Personengruppe wird grundsätzlich sowohl der gemeinsame Unterricht mit nichtbehinderten Schülerinnen und Schülern angeboten, wie auch der Unterricht in Förder-/ Sonderschulen. In jedem Bundesland gibt es für die verschiedenen Arten von Behinderungen auch unterschiedliche Förderschulen. Förderschulen unterscheiden sich nach der Art ihrer sonderpädagogischen Förderschwerpunkte und nach ihrem Angebot an Bildungsgängen.


Die KMK hat neben Empfehlungen zur sonderpädagogischen Förderung an den Schulen in der Bundesrepublik Deutschland auch für die folgenden Förderschwerpunkte Empfehlungen verabschiedet.

  • Lernen
  • Sehen
  • Hören
  • Sprache
  • Körperliche und motorische Entwicklung
  • Emotionale und soziale Entwicklung
  • Geistige Entwicklung
  • Erziehung und Unterricht von Kindern mit autistischem Verhalten
  • Förderschwerpunkt Unterricht kranker Schülerinnen und Schüler

In Folge des mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention begonnenen Perspektivwechsels hat die Kultusministerkonferenz im Oktober 2011 mit ihrer Empfehlung "Inklusive Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schulen" die Grundlage für gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an Bildung geschaffen. Die Empfehlung stellt die Rahmenbedingungen einer zunehmend inklusiven pädagogischen Praxis in den allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen dar. Ausgehend von einem veränderten Verständnis von Behinderung und den Prinzipien der Teilhabe und Barrierefreiheit wird die Zuständigkeit der allgemeinen Schule für alle Kinder und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen betont.

Die Empfehlungen zur sonderpädagogischen Förderung sowie die Empfehlungen zu den genannten Förderschwerpunkten finden Sie im Webauftritt der Kultusministerkonferenz.

Unterschiede in den Schulgesetzen der Bundesländer bzw. in der praktischen Umsetzung betreffen z.B. die Fragen

  • wann sonderpädagogischer Förderbedarf bei einem Kind/Jugendlichen angenommen wird;
  • wie umfassend das Angebot des gemeinsamen Unterrichts und der Förderschulen vor Ort ausgestaltet ist
  • wer über die Zuweisung eines Kindes in eine Förder- oder Regelschule entscheidet;
  • welche Mitspracherechte den Eltern bei dieser Entscheidung eingeräumt werden.

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Info-Telefon für Menschen mit Behinderungen 030 221 911 006

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