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Studieren mit Behinderungen und chronischen Krankheiten

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Viel ist bereits getan, damit Menschen mit Behinderung mit gleichen Chancen an der Hochschulbildung teilhaben können. Hochschulen und Studentenwerke haben in barrierefreie Strukturen investiert, spezielle Beratungsangebote entwickelt und Nachteilsausgleichsregelungen verankert.

Junge Menschen dürfen auf Grund ihrer Behinderung oder chronischen Krankheit vom Studium an der Hochschule ihrer Wahl nicht ausgeschlossen werden. Deshalb haben die Hochschulen als gesellschaftlichen Auftrag dafür Sorge zu tragen, dass behinderte oder chronisch kranke Studierende in ihrem Studium nicht benachteiligt werden und die Angebote der Hochschule möglichst ohne fremde Hilfe in Anspruch nehmen können. Das ist mittlerweile weitgehend im Landesrecht kodifiziert. Damit wurde dem Paradigmenwechsel in der Behindertenpolitik auch auf dem Gebiet der Hochschulbildung Rechnung getragen.


Im Zuge des Bologna-Prozesses und der Föderalismusreform haben sich Studienstruktur, Zulassungsverfahren und Studienbedingungen an deutschen Hochschulen grundlegend geändert. Das bringt dort, wo die Umsetzung gut gelungen ist, überwiegend Vorteile, weil z.B. der erste Abschluss früher erreicht wird, Studierende früher Rückmeldungen durch ihre Professorinnen und Professoren erhalten, mehr und früher individuell beraten wird, das Studienangebot vielfältiger und damit auch für individuelle Bedarfe besser zugeschnitten ist. Unabhängig vom Bologna-Prozess gibt es auch durch die zunehmende Einführung von e-learning-Anteilen im Studium Erleichterungen. An vielen Hochschulen ist aber durch den Wegfall von zeitlichen Gestaltungsspielräumen im Studium, enge organisatorische Vorgaben, eine hohe Prüfungsdichte und hochschuleigene Zulassungsverfahren der Studienablauf für behinderte Studierende und Studienbewerber auch schwieriger geworden. Die Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz hat sich deshalb mit der am 21. April 2009 in Aachen einstimmig beschlossenen Empfehlung „Eine Hochschule für alle“ darauf verständigt, Barrieren zu identifizieren und Maßnahmen zur Herstellung von Chancengerechtigkeit für Studierende mit Behinderung/chronischer Krankheit einzuleiten.


Die Organisation des Studiums und des studentischen Alltags birgt gerade für Studierende mit Behinderungen/chronischen Krankheiten eine Vielzahl von Herausforderungen. Diese umfassen etwa die Wahl des Studiengangs, der Hochschule und des konkreten Wohnorts, Fragen zur Krankenversicherung, zur Finanzierung des Studiums, zu möglichen Nachteilsausgleichen im Studium oder zur Organisation eines Auslandsstudiums. Unterstützung vor Ort finden Sie dabei bei den Berater/innen und Beauftragten für die Belange der Studierenden mit Behinderungen/chronischen Krankheiten in Hochschulen und Studentenwerken.
Informationen zum Thema finden Studieninteressierte und Studierende auf den Internetseiten der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) des Deutschen Studentenwerks (www.studentenwerke.de/de/behinderung) sowie im Handbuch „Studium und Behinderung“ der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) des deutschen Studentenwerks.

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Info-Telefon für Menschen mit Behinderungen 030 221 911 006

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