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Das Modellprojekt ReIntegraRob

Ein Unterstüzungsroboter hilft einem schwerbehinderten Menschen in seinen Beruf zurückkehren

FRIEND ist das Ergebnis mehrjähriger fachübergreifender Grundlagenforschung am Institut für Automatisierungstechnik (IAT) im Fachbereich Physik/Elektrotechnik der Universität Bremen und erlaubt behinderten Menschen, die zum Beispiel durch eine hohe Querschnittslähmung auf 24-stündige Betreuung angewiesen sind, eine zeitweise Unabhängigkeit im Privat- und Berufsleben.

In dem dreijährigen Modellprojekt ReIntegraRob, das bereits im Frühjahr 2010 gestartet wurde, soll erstmals ein schwerbehinderter Mensch mit Hilfe des Assistenzroboters FRIEND in seinen Beruf zurückkehren. Für Menschen mit hoher Querschnittslähmung schien bisher eine berufliche Wiedereingliederung wegen des hohen Betreuungsaufwandes nahezu unmöglich. Im Projekt ReIntegraRob soll das Gegenteil bewiesen werden. Das Vorhaben wird vom Integrationsamt Bremen finanziert. Das Integrationsamt ist Teil des Versorgungsamtes, das dem Ressort der Bremer Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales zugeordnet ist.

Das Projekt wird vom IAT in enger Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen (SuUB) durchgeführt. Ziel ist der Nachweis, dass Nutzer von FRIEND einen Arbeitsplatz vollständig ausfüllen können und dass alle notwendigen manipulativen Fähigkeiten am Arbeitsplatz von FRIEND bereitgestellt werden können.

Besonders bietet sich dazu ein Arbeitsplatz im Bibliothekswesen an, bei dem beispielsweise Bücher katalogisiert werden müssen. Derzeit erfolgt eine Einarbeitung der Testperson im Bereich Katalogisierung in der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen (SuUB). Parallel wird der zukünftige Arbeitsplatz angepasst und FRIEND weiterentwickelt, so dass er die notwendigen Fähigkeiten für die zuverlässige Erkennung und Handhabung von Büchern verfügt. Ein erfolgreicher Abschluss des Projektes wird erwartet.

In dem Projekt soll außerdem untersucht werden, welche Einflussfaktoren zu Akzeptanzproblemen bei Kollegen und Kunden führen könnten und welche vorausschauend einsetzbaren Maßnahmen diese Akzeptanzprobleme verringern können. Dies erfolgt durch eine Begleitung des Integrationsfachdienstes.

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