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Rehabilitationssport

Rehabilitationssport (Reha-Sport) stellt eine ergänzende Maßnahme im Rahmen der medizinischen Rehabilitation und zur Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben dar. Reha-Sport ist gesetzlich verankert und wird zeitlich befristet von den Rehabilitationsträgern finanziert. Die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit sind unumstritten: Alltagsbeschwerden werden vermindert und krankheitsbedingten Folgeschäden kann entgegengewirkt werden. Das Risiko, an Folgeerkrankungen zu erleiden, sinkt.

Projekt "Förderung der beruflichen Rehabilitation und der Beschäftigungsfähigkeit von Menschen mit Sehschädigung durch regelmäßiges Sporttreiben" (FIBS)

Das Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport (FIBS) hat in Zusammenarbeit mit den Berufsförderungswerken Düren, Mainz und Halle, sowie der Nikolauspflege Stuttgart im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ein Projekt zur Verbesserung der Inklusion von Menschen mit Sehschädigung durchgeführt. Ziel war es, bundesweit gültige und konkrete Handlungsempfehlungen zur beruflich-inklusiven Teilhabeförderung von Menschen mit Sehschädi-gung durch Bewegung und Sport zu formulieren.

Zudem sollte im Sinne des „Peer Counseling“ der Mensch mit Sehschädigung zu einem Motivator und Botschafter für Bewegung und Sport in seinem sozialen Umfeld für andere Betroffene werden.
Das Projekt gliederte sich in 4 Projektteile:

  1. Retrospektive Erhebung:
    IST-Analyse zur beruflichen Teilhabe, sportlichen Aktivität und Lebensqualität von Menschen mit Sehschädigung
  2. Interventionsstudie:
    Es wurde ermittelt ob und in welchem Ausmaß durch regelmäßige Sportangebote positive Effekte auf koordinative, psychische und soziale Kompetenzen bei Menschen mit Sehschädigung erzielt werden können.
  3. Nachhaltigkeit:
    12 Monate nach Entlassung aus der beruflichen Rehabilitationsmaßnahme wurde untersucht, ob und in welchem Ausmaß die regelmäßige Teilnahme an Sportangeboten vor Ort positive Einflüsse auf die Beschäftigungsfähigkeit und berufliche Teilhabe hat.
  4. Praxistransfer:
    Entwicklung von modularisierten Schulungen und Handlungsleitfäden für die praktische Arbeit der Berufsförderungswerke, Berufsbildungswerke, sowie der zuständigen Sportverbände. Die Pro-jektergebnisse wurden im Rahmen eines Workshops präsentiert.

Als ein positives Ergebnis der Untersuchungen wurde festgestellt, dass ein Großteil der sportlich aktiven Rehabilitanden reges Interesse zeigte, auch andere Personen mit Sehschädigung zu sportli-cher Aktivität im Sinne des „Peer-Ansatzes“ zu motivieren. Neben dem Sport zeigte auch ein generell aktiver Lebensstil mit regelmäßiger Bewegung (z. B. Gartenarbeit, Spaziergänge etc.) positive Effekte auf die psychosoziale Gesundheit, die Lebensqualität und die Beschäftigungsfähigkeit der Zielgruppe. Wichtiges Anliegen aller Beteiligten ist, die Erkenntnisse rasch in die Fläche zu übertra-gen. Hierfür muss vor allem der organisierte Sport zusammen mit den Organisationen der Selbsthilfe- und Behindertenverbände noch mehr in die Pflicht genommen werden. BBWs und BFWs können zwar die Anbahnung übernehmen, aber ein langfristiges Sporttreiben muss auch ohne Anbindung an eine Einrichtung ermöglicht werden.

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