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Leistungssport

Nicht nur die Anzahl sondern insbesondere das Ansehen der Leistungssportlerinnen und Leistungssportler mit Behinderungen hat in Deutschland während der letzten Jahre zugenommen. Dies geht einher mit deutlich gestiegenem Medieninteresse. Im Vordergrund der Öffentlichkeit steht nicht die Behinderung sondern die sportliche Leistung.

Öffentliches Interesse für den Leistungssport für Menschen mit Behinderungen

Leistungssport zeichnet sich durch den starken Wunsch des Sportlers und der Sportlerin nach sportlichem Erfolg aus. Der Wettkampfgedanke ist entscheidend und trägt zur Zielstrebigkeit und zum täglichen intensiven Training bei. Die Paralympischen Spiele, die Olympischen Spiele für Menschen mit körperlicher Behinderung, stehen im Verhältnis zu den Olympischen Spielen zwar weniger in der öffentlichen Wahrnehmung als die Olympischen Spiele, doch die Beachtung von Seiten der Öffentlichkeit steigt zunehmend. Die Sportlerinnen und Sportler des deutschen Paralympics-Teams waren bei den letzten internationalen Sommerspielen 2008 in Peking sehr erfolgreich. So erreichten die deutschen Athletinnen und Athleten 14 Gold-, 25 Silber- und 20 Bronzemedaillen. Die Erfolge der deutschen Paralympics-Mannschaft sind eine gute Werbung für den deutschen Spitzensport der Menschen mit Behinderung und steigern zunehmend das Medieninteresse. Das Interesse der Sportberichterstattung geht sogar inzwischen über die Paralympics hinaus. In zunehmendem Maße wird über andere Leistungssportveranstaltungen, wie beispielsweise die Fußballweltmeisterschaft der Menschen mit Behinderungen, ausführlich im Fernsehen sowie in anderen Medien berichtet.

Paralympische Spiele (Paralympics)

Die Paralympischen Spiele sind die Olympischen Spiele für Menschen mit einer Körperbehinderung. Sie werden immer vor oder nach den Olympischen Sommer- bzw. Winterspielen am selben Ort ausgerichtet – 2008 waren sie in Peking, 2010 werden sie in Vancouver (Kanada), 2012 in London (Großbritannien) und 2014 ist Sotschi (Russland) stattfinden.
Das Internationale Paralympische Komitee (englisch: International Paralympic CommiteeIPC) ist ein Zusammenschluss von internationalen Sportverbänden für Menschen mit Behinderungen und nationalen Organisationen. Das IPC ist für die Koordination und Ausrichtung der Paralympischen Winter- und Sommerspiele zuständig und fördert den internationalen Behindertensport. Zurzeit gehören dem IPC 162 nationale Komitees und vier internationale Sportverbände für Menschen mit Behinderung an.

Special Olympics

Special Olympics International ist weltweit die größte Behindertensportbewegung für geistig und mehrfach behinderte Menschen. Sie wurde 1968 in den USA durch die Familie Kennedy gegründet. Special Olympics umfasst über 2,5 Millionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene und 170 Nationen. 30.000 Sportlerinnen und Sportler mit geistiger Behinderung gehören zu Special Olympics Deutschland (SOD). Sie trainieren genauso für nationale und internationale Wettbewerbe wie Menschen ohne Behinderung. Ihnen stehen 25 olympische Einzel- und Teamsportarten zur Verfügung. Menschen mit geistiger und Lernbehinderung haben ein 40 % höheres Risiko für zusätzliche Erkrankungen als Menschen mit anderen Behinderungen aufgrund von beispielsweise Übergewicht, falscher Ernährung oder unerkannter Sehschwäche. Spezielle Gesundheitsprogramme und Untersuchungen stehen den Athletinnen und Athleten zur Verfügung. Die Gesundheitsförderung und Prävention von Erkrankungen stehen bei Special Olympics genauso im Vordergrund wie die Stärkung des Selbstbewusstseins und die durch den Zusammenhalt innerhalb des Vereins geförderte soziale Integrität. Das Angebot der Special Olympics erstreckt sich vom Breitensport mit regionalen Angeboten bis hin zu Wettbewerben und Leistungen auf internationaler Ebene.

Deaflympics

Menschen mit Gehörlosigkeit oder Menschen mit einer an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Deaflympics. Diese Winter- bzw. Sommerspiele werden alle zwei Jahre, immer ein Jahr nach den Olympischen Spielen, ausgetragen. Die 21. Sommer-Deaflympics finden im Oktober 2009 in Taipeh (Taiwan) statt. Die Europäische Sportorganisation der Menschen mit Gehörlosigkeit und Taubheit (EDSO) ist der Dachverband der europäischen Nationalsportverbände richtet regelmäßige Europameisterschaften aus. Das Internationale Komitee für Gehörlosensport (englisch: International Commitee of Sport fort the Deaf) ist der Weltverband des Gehörlosensports und organisiert die Weltmeisterschaften, World-Cups sowie die Deaflympics.

Finanzielle Förderung

Bund und Länder sind gemeinsam bestrebt, die erforderliche Entwicklung des Behindertenleistungssports, einschließlich seiner Finanzierung, fortzuführen.

Unterstützung von Seiten der Bundesregierung erhält der Leistungssport für Menschen mit Behinderung vom Bundesministerium des Inneren (BMI). Er wird nach den gleichen Kriterien gefördert wie der Leistungssport der Menschen ohne Behinderung. Finanziell gefördert werden beispielsweise:

  • Die Ausbildung von Trainerinnen und Trainern sowie von Organisationsfachleuten,
  • die Teilnahme an nationalen und internationalen Wettbewerben,
  • Personalkosten der Geschäftsstellen der Behindertensportverbände,
  • Nachwuchssportlerinnen und -sportler sowie
  • die Beschaffung von Sportgeräten und -materialien.

Zudem unterstützt das Bundesministerium des Inneren die Verbesserung der Gesamtbetreuung der Sportlerinnen und Sportler mit Behinderung der Behindertensportverbände sowie der Olympiastützpunkte.

Zusatzinformationen

Haben Sie Fragen?

Bei fachlichen Fragen haben Sie die Möglichkeit uns telefonisch zu erreichen oder auch eine Anfrage mit dem dafür vorgesehenen Formular zu stellen.

Info-Telefon für Menschen mit Behinderungen 030 221 911 006

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