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Fernsehen und Radio

Die Fernsehveranstalter haben in den vergangenen Jahren insbesondere die Untertitelung von Filmen, Serien und Live-Sendungen deutlich ausgebaut.

Fernsehen

Die öffentlich-rechtlichen Fernsehveranstalter haben vor allem die Videotextuntertitelung und Audiodeskription – von Filmen, Serien und Live-Sendungen – verbessert. Die ARD hat sich in ihren „Richtlinien zur Programmgestaltung“ zur Förderung des barrierefreien Zugangs zu ihrem Gemeinschaftsprogramm verpflichtet. Eine entsprechende Selbstverpflichtung hat sich auch das ZDF auferlegt. Die ARD bietet seit Anfang 2013 alle Erstsendungen im Ersten mit Untertitel an, in der Primetime ist die Untertitelung bei ARD und ZDF nahezu lückenlos.


Bei den bestehenden Fernsehangeboten wird Gebärdensprachdolmetschung im Verhältnis zu Untertitelung viel seltener eingesetzt. Im Ereignis- und Dokumentationskanal Phoenix kommen seit Sendestart Gebärdensprachdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetscher für die "Tagesschau" und das "heute-journal" zum Einsatz. Hinzu kommen bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Angebote weiterer Sender, die teilweise auch als Videostream im Internet mit Gebärdensprachdolmetschung abgerufen werden können. Auch die Onlineangebote der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten werden weitgehend barrierefrei gestaltet.
Nähere Informationen zum Thema Barrierefreiheit stellen die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auf Ihren Webeseiten bereit (ARD: http://www.ard.de, Suche: „Barrierefreiheit ARD“ ; ZDF: http://www.zdf.de/barrierefreie-angebote-im-zdf-36442770.html).

Auch die privaten Rundfunkveranstalter, die –ihre Kosten überwiegend durch Werbeeinnahmen finanzieren, halten im Rahmen des technisch und finanziell Möglichen zum Teil ausgewählte barrierefreie Angebote mit Untertitelungen vor. Das Angebot barrierefreier Sendungen wird kontinuierlich ausgebaut. Nähere Informationen zum Thema Barrierefreiheit bei privaten Rundfunkveranstaltern stellt Beispielsweise der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) bereit (http://www.vprt.de/thema/medienordnung/gesellschaftliche-verantwortung/barrierefreiheit?c=0).
Für den Rundfunk sind nach dem Grundgesetz die Länder zuständig. In den Rundfunkstaatsvertrag haben die Länder 2009 aufgenommen, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und bundesweit sendende private Veranstalter über ihr bereits bestehendes Engagement hinaus im Rahmen ihrer technischen und finanziellen Möglichkeiten barrierefreie Angebote vermehrt aufnehmen sollen (§ 3 Abs. 2, 12. RÄndStV). Die Länder überprüfen in regelmäßigen Abständen die Fortschritte auf diesem Gebiet. Die Bundesregierung setzt sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten für die Belange behinderter Menschen und deren ungehinderten Zugang zu Informationsangeboten und Medien ein. Das BMAS veranstaltet jährlich einen Runden Tisch zum barrierefreien Fernsehen und bringt Verbände behinderter Menschen mit Vertretern der Sender zusammen um Gespräche zur Barrierefreiheit zu führen. In den Medien wächst das Bewusstsein für Fragen der Darstellung von Behinderung und für die damit verbundene Meinungsbildung. Ein Beispiel ist die Serie des ZDF-Serie „Dr. Klein“, eine komödiantische Arzt- und Familienserie um eine kleinwüchsige Kinderärztin. Dennoch müssen Darstellungsweise und Sprachgebrauch weiterhin entwickelt und diskutiert werden.

Auch die EU-Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (AVMD-RL) fordert eine Weiterentwicklung der Barrierefreiheit. Bund und Ländern haben 2015 zur EU-Konsultation zu einer Überarbeitung der AVMD-RL folgende Position zur Barrierefreiheit an die EU-Kommission übermittelt: Mithilfe regulatorischer Anreizmodelle (Privilegierung) für entsprechende Investitionen sollten verstärkte Anstrengungen unternommen werden, Barrierefreiheit unter Berücksichtigung des technischen Fortschritts zusätzlich zu fördern.

Radio

Ein besonderes Radio-Sendeformat, das sich als Sprachrohr für die Belange behinderter Menschen versteht, ist der Internetradionsender "Radio4Handicaps". Seit der Gründung 2004 wird „R4H“ von einem Team bestehend aus bundesweit tätigen ehrenamtlichen Mitgliedern mit und ohne Behinderung betrieben. Trägerverein ist Health-Media e.V. Unter dem Slogan "das Radio für barrierefreie Köpfe" werden über das Internet täglich spezielle Sendungen für Hörerinnen und Hörer mit und ohne Handicaps ausgestrahlt. Ziel ist es einerseits, Informationen für die Zielgruppe bereitzustellen, andererseits wird auch die Allgemeinheit informiert und für das Thema sensibilisiert. Die Themenschwerpunkte liegen im Bereich „Gesundheit“, „Informationen von und für Menschen mit Handicaps“ und „Behindertensport“. Redaktionell angeschlossene Verbände, Vereine und Gesundheitsportale werden vorab via Newsletter über Sendethemen und -termine informiert. Über die Adresse www.r4h.de gelangen Sie zum Internetauftritt von Radio4Handicaps.

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