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20. Bundeskunstpreis für Menschen mit Behinderung ausgeschrieben

Pressemitteilung vom 18.12.2014

Radolfzell bietet Künstlern mit Behinderung ein Forum

Radolfzell, 18. Dezember 2014 – Die Bodensee-Stadt Radolfzell schreibt den 20. Bundeskunstpreis für Menschen mit Behinderung aus. Eine Jury bewertet die 250 Werke der zuerst angemeldeten Künstler, alle Bilder und Skulpturen werden ausgestellt. Eine Voranmeldung beim Kulturbüro der Stadt Radolfzell ist ab sofort möglich. Es werden Geldpreise vergeben.

Am Wettbewerb können Künstler ab 16 Jahren teilnehmen, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben und deren Behinderungsgrad bei mindestens 80 Prozent liegt. Die Art der Behinderung (geistig, körperlich oder psychisch) spielt keine Rolle. Die Preisverleihung ist am 9. Mai 2015 im Milchwerk Radolfzell, die anschließende Ausstellung mit allen eingereichten Werken findet vom 9. Mai bis 28. Juni in der Radolfzeller Villa Bosch statt. Hier werden die Kunstwerke traditionell zum Kauf angeboten. Bei Sammlern, Kunstfreunden und Unterstützern ist das längst kein Geheimtipp mehr, rund jedes vierte Bild findet einen neuen Besitzer. Schirmherrin des 20. Bundeskunstpreises für Menschen mit Behinderung ist die 19-jährige Anna-Lena Forster, die bei den Paralympics in Sotschi zwei Silbermedaillen im Monoskibobfahren gewann. Die geborene Radolfzellerin löst damit Ursula von der Leyen als Schirmherrin ab. Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen unter www.radolfzell.de

Kunst zu gut für einen Mitleidsbonus
„Ich weiß, wie wichtig es ist, eine Plattform zu haben, um sein Talent zu zeigen“, so Anna-Lena Forster zu ihrer neuen Aufgabe. Die Sportlerin, die im Rollstuhl sitzt, war sofort begeistert von der Idee die Schirmherrschaft für den Wettbewerb zu übernehmen. „Es geht um Talent, um Können, um Erfolge. Nicht nur im Sport, sondern eben auch in anderen Bereichen des Lebens.“  Für Astrid Deterling, die Leiterin des städtischen Kulturbüros Radolfzell, ist der Kunstpreis ein Herzensprojekt. Sie betont: „Dieser Wettbewerb ist so wichtig! Es gibt keine vergleichbare Veranstaltung.“ Sie organisiert den Bundeskunstpreis für Menschen mit Behinderung seit mehreren Jahren und ist von der hohen Qualität der eingereichten Werke begeistert: „Die Ausstellungsbesucher merken, dass eine Behinderung nicht immer ein Handicap sein muss. Die Bilder, die hier verkauft werden, hängen in vielen Büros und Wohnzimmern der Region. Und die hängen da, weil es tolle, faszinierende Bilder sind. Die Künstler, die bei uns ausstellen, brauchen keinen Mitleidsbonus.“

Stolzes Jubiläum des bunten Miteinanders
Der Bundeskunstpreis für Menschen mit Behinderung wurde schon 1978 ins Leben gerufen. Auf den Weg gebracht hatten ihn der damalige Oberbürgermeister von Radolfzell, Günter Neurohr, und Günter Heiß von der Galerie Kunsthäusle. Seitdem wird der Preis im Zweijahresrhythmus verliehen. 1984 schloss sich die Carl-Müller-Mettnau-Stiftung der Initiative an. Über sie wird die Erinnerung an den Radolfzeller Bürger Wilhelm Müllerzell wach gehalten. Wilhelm Müllerzell war selbst Künstler mit einer im Krieg erlittenen Behinderung. Er richtete die nach seinem Sohn benannte Stiftung ein, um jungen Künstlern mit Behinderung einen Anreiz und eine Ermutigung zur kreativen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu bieten. Die Jury besteht dieses Jahr aus vier Personen: Prof. Dr. Walter Schiementz aus Rastatt, 1991 bis 1997 Professor für Kunst und Didaktik an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg, Bernhard Frei aus Romanshorn von der Thurgauer Arbeitsgruppe für behinderte Menschen, der Kunstmalerin Rosemarie Stuckert-Schnorrenberg aus Moos und Angélique Tracik, der Fachbereichsleiterin Kultur der Stadt Radolfzell.

Informationen:
Kulturbüro Radolfzell
Güttinger Str. 13
78315 Radolfzell
Tel. +49 7732-81374
www.radolfzell.de
kulturamt@radolfzell.de

Der 20. Bundeskunstpreis für Menschen mit Behinderung in Kürze:
Preisverleihung: Samstag, 9. Mai 2015, 16 Uhr im Milchwerk Radolfzell
Ausstellung: Sonntag, 10. Mai 2015 bis Sonntag 28. Juni 2015 in der Villa Bosch

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