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Bewerbungsstart: Schulpreis für gelungene Inklusion

Jakob Muth-Preis prämiert zum fünften Mal Schulen, an denen gemeinsames Lernen behinderter und nicht-behinderter Kinder vorbildlich gelingt. Ab sofort können sich inklusive Schulen um den Jakob Muth-Preis bewerben.

Mit dem Preis zeichnen der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, die Deutsche UNESCO-Kommission, die Bertelsmann Stiftung und die Sinn-Stiftung seit 2009 Schulen aus, die den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung vorbildlich gestalten. Der Preis ist mit insgesamt 14.000 Euro dotiert. Die Bewerbungsfrist endet am 14. Juni.

Inklusion steht zwar in allen Länderparlamenten weit oben auf der schulpolitischen Agenda, dennoch herrscht bei vielen Politikern, Lehrern und Eltern noch große Skepsis gegenüber dem gemeinsamen Lernen. Trotz Voranschreitens der Inklusion – jedes vierte Kind mit Förderbedarf geht mittlerweile auf eine Regelschule – ist der Anteil der Sonderschüler an allen Schülern in den vergangenen fünf Jahren nahezu konstant geblieben. Dieser vermeintliche Widerspruch erklärt sich dadurch, dass bei immer mehr Schülern (insgesamt derzeit rund eine halbe Million) Förderbedarf diagnostiziert wird. Im Ergebnis bleibt also die Bedeutung der Sonderschulen im Schulsystem bislang ungebrochen. Der Perspektivwechsel vom separaten zum gemeinsamen Unterricht, den die UN-Behindertenrechtskonvention 2009 einleiten wollte, ist im deutschen Schulsystem mithin nur ansatzweise vollzogen.

Umso wichtiger sind gute Beispiele von Schulen, die bereits jetzt Inklusion erfolgreich praktizieren. Durch den Jakob Muth-Preis werden in diesem Jahr zum fünften Mal vorbildliche Schulen prämiert, die mit ihrem Ansatz, ihrer Entwicklung und ihren Ergebnissen andere Schulen ermutigen, Inklusion umzusetzen. Denn ohne Frage ist der gemeinsame Unterricht für Schulen, die bislang keine Erfahrungen mit Inklusion gesammelt haben, eine große Herausforderung, wenn alle Kinder davon profitieren sollen. Die bisherigen Preisträger-Schulen zeigen, dass sich durch Inklusion eine neue Lernkultur entwickeln kann, die konsequent am Prinzip individueller Förderung ausgerichtet ist und das Potenzial aller Schüler besser entfaltet.

Bewerben können sich alle Schulformen – Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien, Gesamtschulen, Förderschulen und Schulverbünde, in denen Schüler mit und ohne Förderbedarf gemeinsam lernen. Bewerbungsunterlagen und Hintergrundinformationen sind abrufbar unter der Homepage.

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