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Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0)

Am 22. September 2011 ist die neue Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung, kurz BITV 2.0, in Kraft getreten

Auf der Grundlage des § 11 des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung vom 12. September 2011, BITV 2.0, erlassen. Sie ist am Tag nach ihrer Verkündung im Bundesgesetzblatt am 22. September 2011 in Kraft getreten. Die BITV 2.0 soll gewährleisten, dass Menschen mit Behinderungen die Informationen aller öffentlichen Internetauftritte und -angebote der Einrichtungen der Bundesverwaltung grundsätzlich uneingeschränkt nutzen können. Sie trägt der Umsetzung des Artikels 9 der UN-Behindertenrechtskonvention Rechnung, der fordert, dass Menschen mit Behinderungen einen gleichberechtigten Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien haben müssen.

Die neue Verordnung löst die bislang geltende BITV ab. Übergangsweise gelten jedoch noch die Regelungen der BITV fort. Bei der Neugestaltung und bei größeren Umgestaltungen von Internetauftritten und -angeboten der Bundesbehörden ist die BITV 2.0 spätestens ab dem 23. März 2012 zu beachten. Für bestehende Angebote sind weitere, gestaffelte Fristen vorgesehen.
Die BITV 2.0 basiert in technischer Hinsicht auf den Ende 2008 verabschiedeten Internationalen Leitlinien für Webinhalte WCAG 2.0 („Web Content Accessibility Guidelines 2.0“). Diese Anforderungen und Bedingungen finden sich in der Anlage 1 zur BITV 2.0 wieder und gelten für bestehende Internetauftritte und -angebote spätestens ab dem 23. September 2012. Darüber hinaus sieht die neue Verordnung vor, dass die Bundesbehörden Informationen für gehörlose und hörbehinderte sowie lern- und geistig behinderte Menschen in Deutscher Gebärdensprache sowie in Leichter Sprache zur Verfügung stellen. Dies sollen insbesondere Informationen sein

  • zu wesentlichen Inhalten des Auftritts bzw. zu den Angeboten der Behörde,
  • zur Navigation im Webauftritt sowie
  • falls vorhanden, zu weiteren, im Auftritt verfügbaren Informationen in Deutscher Gebärdensprache bzw. in Leichter Sprache.

Die Mindestanforderungen an diese Informationen in Deutscher Gebärdensprache bzw. Leichter Sprache wurden in Zusammenarbeit mit den Verbänden gehörloser und hörbehinderter Menschen bzw. mit den Verbänden der lern- und geistig behinderten Menschen entwickelt und sind in der Anlage 2 zur BITV 2.0 aufgeführt. Bestehende Internetauftritte und -angebote müssen spätestens ab dem 23. März 2014 entsprechende Informationen in Leichter Sprache und Deutscher Gebärdensprache anbieten.

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Info-Telefon für Menschen mit Behinderungen 030 221 911 006

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