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Zuzahlungen und Befreiung

Für alle Versicherten gilt für alle Zuzahlungen grundsätzlich eine Belastungsobergrenze in Höhe von 2 % bzw. bei chronisch Kranken von 1 % der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt. Für Bezieher von Arbeitslosengeld II oder laufenden Leistungen nach dem SGB XII ist jedoch eine im Vergleich zu den übrigen Versicherten günstigere Regelung getroffen worden. Bei diesen Personen wird für die Ermittlung der Belastungsgrenze als Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt für die gesamte Bedarfsgemeinschaft lediglich die Regelleistung nach § 20 Abs. 2 SGB II bzw. dem Regelbedarf nach § 28 Abs. 1 SGB XII berücksichtigt. Im Ergebnis wird bei einer Regelleistung von 347,– Euro monatlich bzw. 4.164,– Euro je Kalenderjahr eine Belastung von 83,28 Euro bzw. 41,64 Euro je Kalenderjahr als zumutbar geregelt. Für das Erreichen der Belastungsgrenze werden sämtliche Zuzahlungen berücksichtigt, also auch die Zuzahlungen im Krankenhaus, bei Hilfsmitteln und beim Arztbesuch. Wer die persönliche Belastungsgrenze
erreicht hat, wird für den Rest des Jahres von der Krankenkasse freigestellt.

Bei stationären Rehabilitationsmaßnahmen ist die Zuzahlungspflicht auf 28 Tage begrenzt, wenn es sich dabei um eine Anschlussrehabilitation handelt. Bereits geleistete Krankenhauszuzahlungen werden angerechnet. Den Spitzenverbänden der Krankenkassen wurde die Kompetenz eingeräumt, Indikationen festzulegen, bei denen die auf 28 Tage begrenzte Zuzahlung Anwendung findet, auch wenn es sich nicht um eine Anschlussrehabilitation im eigentlichen Sinne handelt. Die Indikatoren sind neu festgelegt: Versicherte, die wegen bestimmter Ausnahmeindikationen eine Rehabilitationsmaßnahme durchführen, müssen die Zuzahlung von 10,– Euro nur noch längstens für 28 Kalendertage je Kalenderjahr leisten.

Übersicht über die Zuzahlungen in der GKV
LeistungenZuzahlung
Arzneimittel10 % des Apothekenabgabepreises
mindestens 5,– Euro und höchstens 10,– Euro
(jeweils nicht mehr als die Kosten des Mittels)
Verbandmittel10 % des Apothekenabgabepreises
mindestens 5,– Euro und höchstens 10,– Euro
(jeweils nicht mehr als die Kosten des Mittels)
Fahrkosten10 % der Fahrkosten
mindestens 5,– Euro und höchstens 10,– Euro
pro Fahrt
(jeweils nicht mehr als die Kosten)
Heilmittel 10 % der Kosten sowie 10,- Euro
je Verordnung
Hilfsmittel 10 % des Abgabepreises des Hilfsmittels
mindestens 5,- Euro und höchstens 10,- Euro
(jeweils nicht mehr als die Kosten des Mittels)
zum Verbrauch bestimmt Hilfsmittel10 % des insgesamt von der Krankenkasse zu übernehmenden Betrages
höchstens 10,– Euro für den gesamten Monatsbedarf
Krankenhausbehandlung10,– Euro pro Kalendertag
für höchstens 28 Tage
Ambulante Rehabilitationsmaßnahmen10,– Euro pro Kalendertag
Stationäre Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen10,– Euro pro Kalendertag
Anschlussrehabilitation10,– Euro pro Kalendertag
für höchstens 28 Tage
Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter und Väter10,– Euro pro Kalendertag

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Info-Telefon für Menschen mit Behinderungen 030 221 911 006

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