Navigation und Service

Einfach teilhaben (Link zur Startseite)


Wer ist für was zuständig?

Für die einzelnen Leistungen zur Teilhabe sind jeweils unterschiedliche Träger zuständig. Jeder Träger hat in unserem Sozialleistungssystem – neben seinen sonstigen Aufgaben – seinen spezifischen Bereich der Rehabilitation und Teilhabe. Behinderten Menschen soll durch Leistungen zur Teilhabe die volle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben eröffnet werden.

Krankenversicherung

Die Krankenversicherung erbringt für ihre Versicherten Leistungen zur medizinischen Rehabilitation. Träger der Krankenversicherung sind die Orts-, Betriebs- und Innungskrankenkassen, die See-Krankenkasse, die Ersatzkassen, die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See als Träger der knappschaftlichen Krankenversicherung sowie die landwirtschaftlichen Krankenkassen.

Rentenversicherung

Die Rentenversicherung ist für Leistungen zur medizinischen Rehabilitation ihrer Versicherten und zu deren Teilhabe am Arbeitsleben zuständig. Die Deutsche Rentenversicherung Bund, die Träger der Deutschen Rentenversicherung Land, die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See sowie die landwirtschaftlichen Alterskassen sind Träger der Rentenversicherung.

Unfallversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung ist bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten für Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, zur Teilhabe am Arbeitsleben und zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft verantwortlich. Unfallversicherungsträger sind die gewerblichen Berufsgenossenschaften, die landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften sowie die Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand.

Soziale Entschädigung

Die Träger der sozialen Entschädigung übernehmen bei Gesundheitsschäden für ihre Leistungsberechtigten die Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, zur Teilhabe am Arbeitsleben und zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft. Träger der sozialen Entschädigung sind in der Regel die Landesversorgungsämter, Versorgungsämter sowie die Hauptfürsorgestellen und Fürsorgestellen.

Grundsicherung

Die Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende erbringen Leistungen zur Eingliederung in Arbeit und zur Sicherung des Lebensunterhalts für erwerbsfähige und hilfebedürftige behinderte Menschen. Die Leistungen der Grundsicherung sind insbesondere darauf auszurichten, dass behindertenspezifische Nachteile überwunden werden. Grundsätzlich stehen behinderten Menschen mit der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) im Wesentlichen die gleichen Leistungen zur Eingliederung zur Verfügung wie nach dem Recht der Arbeitsförderung (SGB III).

Die Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch sind die Agentur für Arbeit sowie die kreisfreien Städte und Kreise.

Die Agenturen für Arbeit sind zuständig für folgende Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende:

  • arbeitsmarktbezogene Eingliederung (Beratung, Vermittlung, Förderung von Maßnahmen zur Integration in Arbeit)
  • Sicherung des Lebensunterhaltes (ALG II, Sozialgeld, Mehrbedarfe)
  • Zahlung von Beiträgen zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung.

Die kommunalen Träger sind zuständig für folgende Leistungen:

  • Unterkunft und Heizung
  • Kinderbetreuung
  • Schuldner- und Suchtberatung
  • psychosoziale Betreuung, soweit sie zur Eingliederung in das Erwerbsleben erforderlich ist
  • Erstausstattung mit Bekleidung und Wohnung
  • Bildungs- und Teilhabeleistungen.

Jobcenter

Die die Träger - Agenturen für Arbeit und der kommunale Träger - bilden eine gemeinsame Einrichtung (gE), die die Leistungen für sie erbringt. Diese Organisation der Zusammenarbeit gewährleistet auf Dauer eine bürgerfreundliche Leistungsgewährung „aus einer Hand“.

Als Ausnahmefall führen derzeit 67 zugelassene kommunale Träger (zkT) die Grundsicherung für Arbeitsuchende in alleiniger Verantwortung durch. Diese Kreise und kreisfreien Stadte organisieren die Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende allein, also ohne die Agentur für Arbeit. Ab dem 1. Januar 2012 werden insgesamt 108 zugelassene kommunale Träger allein verantwortlich sein.

Die gemeinsamen Einrichtungen und die zugelassenen kommunalen Träger führen die Bezeichnung Jobcenter.

Bundesagentur für Arbeit

Die Bundesagentur für Arbeit mit ihren Regionaldirektionen und Agenturen für Arbeit übernimmt Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch (SGB III), so weit hierfür kein anderer Träger verantwortlich ist. Die Bundesagentur für Arbeit ist auch für behinderte, hilfebedürftige Personen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) Rehabilitationsträger für die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben im Sinne des SGB IX, sofern kein anderer Rehabilitationsträger zuständig ist. Damit ist sichergestellt, dass die Fachkompetenz der Bundesagentur für Arbeit als Rehabilitationsträger auch für erwerbsfähige behinderte Hilfebedürftige erhalten bleibt. Die Rehabilitationsträgerschaft der Bundesagentur für Arbeit und der übrigen Rehabilitationsträger im Bereich des SGB II hat auch zur Folge, dass die jeweils zuständigen Rehabilitationsträger die damit verbundenen, gesetzlichen Aufgaben nach dem SGB IX wahrnehmen. Hierzu gehören beispielsweise die Klärung der Zuständigkeiten und des Rehabilitationsbedarfes.

Sozialhilfe

Die Sozialhilfe erbringt nachrangig gegenüber den anderen Rehabilitationsträgern Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und zur beruflichen und sozialen Teilhabe im Rahmen der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII). Hierbei ist zu beachten, dass Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft (soziale Teilhabeleistungen) in der Regel den Nachweis der Bedürftigkeit des behinderten Menschen voraussetzen (Einsatz eigenen Einkommens und Vermögens, Heranziehung Unterhaltspflichtiger). Zuständig sind die örtlichen (Städte und Gemeinden) und überörtlichen (Landschaftsverbände und Landessozialämter) Träger der Sozialhilfe.

Jugendhilfe

Die Jugendhilfe mit ihren örtlichen Jugendämtern erbringt Leistungen zur Teilhabe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, so weit kein anderer Träger zuständig ist.

Zusatzinformationen

Haben Sie Fragen?

Bei fachlichen Fragen haben Sie die Möglichkeit uns telefonisch zu erreichen oder auch eine Anfrage mit dem dafür vorgesehenen Formular zu stellen.

Info-Telefon für Menschen mit Behinderungen 030 221 911 006

Recherche

Wichtige Adressen



Geben Sie hier z.B. die folgenden Angaben ein: Institution / Ort / Postleitzahl

Informationen

Redaktion

Nutzerhinweise

Seite

© Bundesministerium für Arbeit und Soziales