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Heil- und Hilfsmittel

Heilmittel

Zu den Heilmitteln gehören insbesondere Maßnahmen, die eher äußerlich auf den Körper einwirken. Dazu zählen vor allem die physikalische Therapie (z. B. passive oder aktive Bewegung in Luft und Wasser, Massagen, Atem-/Inhalationstherapie, Bestrahlungen und Elektrotherapie), Maßnahmen der Sprach-, Stimm- und Sprechtherapie sowie die Ergotherapie. Bei vielen funktionellen Störungen sind außerdem physiotherapeutische Übungen zur Wiederherstellung von Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit unerlässlich.

Durch logopädische Behandlung sollen Patienten mit Behinderungen der sprachlichen Kommunikation, des Sprechens oder der Stimme in die Lage versetzt werden, sich mit oder ohne technische Hilfsmittel zu verständigen. Außerdem kann die logopädische Behandlung bei Patienten mit Schluckstörungen die Beschwerden lindern. Aufgabe der Ergotherapie ist es, Funktionen oder Funktionsabläufe zu verbessern und zwar durch komplexe aktivierende und handlungsorientierte Methoden und Verfahren unter Einsatz von funktionellen, spielerischen, handwerklichen und gestalterischen Techniken sowie lebenspraktischen Übungen.

Hilfsmittel

Hilfsmittel sollen ausgefallene oder beeinträchtigte Körperfunktionen ersetzen, erleichtern, ergänzen oder ausgleichen. Dazu gehören Körperersatzstücke (Prothesen), Stützapparate (Orthesen) und orthopädische Schuhe. Andere Hilfsmittel sind Hörgeräte, Rollstühle, aber auch Orientierungshilfen für blinde Menschen usw. Der Leistungsanspruch umfasst auch die Änderung, Instandsetzung, Ersatzbeschaffung und Ausbildung im Gebrauch sowie die zum Schutz der Versicherten erforderlichen Wartungen und Kontrollen.

Orthopädische Versorgung im Bereich der Kriegsopferversorgung

Nach dem Gesetz über die Versorgung der Opfer des Krieges (Bundesversorgungsgesetz - BVG) ist das Soziale Entschädigungsrecht für die Versorgung mit Hilfsmitteln ein eigenständiger Sozialleistungsträger.

§ 13 BVG bestimmt, dass Hilfsmittel aufgrund fachärztlicher Verordnung in technisch-wissenschaftlich anerkannter, dauerhafter Ausführung und Ausstattung zu gewähren sind; sie müssen den persönlichen Bedürfnissen der Berechtigten angepasst sein und dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse und der technischen Entwicklung entsprechen. Art, Umfang und besondere Voraussetzungen der Versorgung mit HIlfsmitteln werden in der Orthopädieverordnung geregelt.

Die schnelle Weiterentwicklung der Technik führt in immer kürzeren Zyklen zu technischen Innovationen und somit zu neuen Hilfsmitteln. Zur Qualitätssicherung beauftragt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) Klinische Prüfstellen an Universitätskliniken mit der Prüfung orthoädischer Hilfsmittel. Die Ergebnisse der Prüfstellen werden vom BMAS den Orthopädischen Versorgungsstellen zur Verfügung gestellt.

In den Orthopädischen Versorgungsstellen entscheiden Fachärzte für Orthopädie durch Untersuchung und detaillierte Verordnung, welche Hilfsmittel für den jeweiligen Versorgungsberechtigten medizinisch am sinnvollsten sind.

Durch dieses Verfahren ist eine qualitativ hocherwertige Versorgung der Kriegsopfer mit Hilfsmitteln gewährleistet.

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Info-Telefon für Menschen mit Behinderungen 030 221 911 006

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