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Pflege

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Seit dem 1. Januar 1995 ist die Pflegeversicherung als neuer eigenständiger Zweig der Sozialversicherung in Kraft. Rund 80 Millionen Bürgerinnen und Bürger haben seitdem einen Versicherungsschutz bei häuslicher oder stationärer Pflege.

Jeder, der gesetzlich krankenversichert ist, ist automatisch in der sozialen Pflegeversicherung versichert und jeder privat Krankenversicherte muss eine private Pflegeversicherung abschließen. Wann und wie viel Leistungen ein Pflegebedürftiger aus der Versicherung bekommt, hängt von Grad und Dauer der Hilfebedürftigkeit ab. Je nach Umfang des Hilfebedarfs gibt es verschiedene Pflegestufen. Die Pflegeversicherung gibt dabei den Pflegebedürftigen die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wie und von wem sie gepflegt werden wollen.

Sie haben die Wahl, Hilfe von professionellen Fachkräften in Anspruch zu nehmen oder sie bekommen Geld, das sie den pflegenden Angehörigen als finanzielle Anerkennung geben können. Oberstes Ziel ist es, den pflegebedürftigen Menschen weitestgehend ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Allerdings deckt die soziale Pflegeversicherung häufig nicht alle Kosten der Pflege ab. Sie ist vielmehr als Teilleistungssystem konzipiert. Sie soll Menschen in schwierigen Lebenssituationen unterstützen und dazu beizutragen - im Rahmen von Höchstbeträgen - die pflegebedingten Kosten abzudecken. Um die Beitragsbelastung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern in Grenzen zu halten, ist in der Pflegeversicherung der Beitragssatz gesetzlich festgelegt. Bei dem sich daraus ergebenden begrenzten Einnahmevolumen kann die Pflegeversicherung grundsätzlich auch nur begrenzte Leistungen zur Verfügung stellen. Den Rest der Kosten trägt der Pflegebedürftige oder seine Familie selbst. Die Betroffenen können ihre finanziellen Belastungen durch eine frühzeitige zusätzliche private Eigenvorsorge verringern.

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