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Modernisieren und Umbauen

Die alters- und behindertengerechte Anpassung des Wohnungsbestandes und des Wohnumfeldes sowie die Ausweitung entsprechender Angebote an die demografische Entwicklung in Deutschland sind wichtige wohnungs- und stadtentwicklungspolitische Anliegen der Bundesregierung. Für den Abbau von Barrieren in Wohnungsbestand und Wohnumfeld stehen verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung.

Im Zuge der demografischen Entwicklung wird die Zahl älterer Menschen in den nächsten Jahren in Deutschland deutlich anwachsen. Bereits 2030 wird ein Drittel der Bevölkerung älter als 65 Jahre sein. Für die meisten Menschen haben das Wohnen und der möglichst lange, selbstbestimmte Verbleib in der vertrauten Umgebung einen herausragenden Stellenwert. Die altersgerechte, d. h. barrierefreie oder barrierearme Anpassung des Wohnungsbestandes und des Wohnumfeldes sowie die Ausweitung entsprechender Angebote sind daher wichtige wohnungs- und stadtentwicklungspolitische Anliegen der Bundesregierung. Denn der Barriereabbau verbessert gleichzeitig die Lebensqualität für Menschen mit Behinderungen oder Familien mit Kindern. Alters- und behindertengerechte Wohngebäude und eine altersgerechte Wohninfrastruktur verringern die Notwendigkeit, teure Pflegeeinrichtungen nutzen zu müssen. Für den Abbau von Barrieren im Wohnungsbestand stehen dabei verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung:

Die KfW-Bankengruppe bietet im Auftrag des Bundes aus Eigenmitteln mit dem Programm „Altersgerecht Umbauen“ zinsgünstige Darlehen an. Diese können Selbstnutzer (auch Mieter) und Vermieter unabhängig von Einkommen, Alter oder Pflegestufen zur Anpassung ihrer Wohnung(en) in Anspruch nehmen, insbesondere um bauliche Vorsorge für die Wohnbedarfe im Alter zu treffen. Dabei ist die Einhaltung eines Mindestmaßes an technischen Anforderungen zur Beseitigung von Barrieren zu gewährleisten, da im Wohnungsbestand Barrierefreiheit gemäß DIN 18 040-2 oft nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand hergestellt werden kann.

Damit auch selbstnutzende Haus- und Wohnungseigentümer, die aufgrund ihres Alters kein Darlehen mehr aufnehmen möchten oder können, altersgerecht umbauen, hat die Bundesregierung im Oktober 2014 das KfW-Darlehensprogramm um Investitionszuschüsse ergänzt und dafür Programmmittel vorgesehen. Der Bund unterstützt mit dem Zuschussprogramm „Altersgerecht Umbauen“, das ebenfalls von der KfW durchgeführt wird, Maßnahmen zum Abbau von Barrieren im Wohnungsbestand. Im November 2015 wurde dieses Programm um den Bereich Kriminalprävention erweitert. Einbruchhemmende Maßnahmen können nunmehr unabhängig vom altersgerechten Umbau gefördert werden.

Finanzierungserleichterungen für den altersgerechten Umbau bietet auch das am 01.07.2013 in Kraft getretene Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz. Förderberechtigte Eigentümer können nun angespartes und gefördertes Altersvorsorgevermögen auch für die rechtzeitige bauliche Vorsorge im Alter einzusetzen.

Zur generationen- und behindertengerechten Anpassung von Wohnumfeld und Infrastruktur hat die KfW im Auftrag des Bundes das Eigenmittelprogramm „Barrierearme Stadt“ aufgelegt. Das Programm hilft vor allem Kommunen bei der langfristigen, zinsgünstigen Finanzierung von Investitionen in den Abbau von Barrieren bei kommunalen und sozialen Gebäuden sowie Sportstätten, kommunalen Verkehrsanlagen und im öffentlichen Raum. Hierdurch wird der möglichst lange Verbleib älterer Menschen im vertrauten Quartier zusätzlich unterstützt.

Die Förderprogramme der KfW, Einzelheiten zu den Programmbedingungen sowie den Technischen Mindestanforderungen können direkt beim Infocenter der KfW- Bankengruppe (Telefon: 0800 539 9002) abgefragt oder der Homepage der KfW (www.kfw.de) entnommen werden.

Maßnahmen zur alters- und behindertengerechten Anpassung des Wohnungsbestandes werden darüber hinaus insbesondere durch die Länder mit finanzieller Unterstützung durch den Bund im Rahmen der Sozialen Wohnraumförderung gefördert. Bei Eintritt von Pflegebedürftigkeit werden Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfelds im Rahmen § 40 SGB XI unterstützt. (vgl. hierzu unter „Bauen und Wohnen“ Kapitel „Finanzielles“ Abschnitt „Finanzierung durch die Pflegeversicherung“).

Selbst nutzende Eigentümer und Mieter können die Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen nach § 35 a Einkommensteuergesetz auch für die Beseitigung von Barrieren im Wohnbereich nutzen und so einen Steuervorteil von maximal 1.200 Euro im Jahr erreichen.

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