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Wie ist die Dauer, Lage und Verteilung der Arbeitszeit geregelt?

Für die Arbeitszeitgestaltung der Teilzeitkräfte legt das Arbeitszeitgesetz den Rahmen fest. Bei hochflexiblen Formen der Teilzeit können die Höchstarbeitszeitgrenzen des Arbeitszeitgesetzes relevant werden, wenn die Arbeitszeit an einzelnen Tagen konzentriert wird. Für alle Arbeitsverhältnisse, und damit auch für die Teilzeit, gibt das Arbeitszeitgesetz einen weiten Rahmen vor. Die werktägliche Arbeitszeit (einschließlich Samstag) ist auf 8 Arbeitsstunden begrenzt. Sie kann aber auf bis zu 10 Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Monaten bzw. 24 Wochen ein Zeitausgleich auf im Durchschnitt 8 Stunden werktäglich gewährleistet wird. Als Ausgleich kommen auch arbeitsfreie Werktage in Betracht. Für flexibel beschäftigte Teilzeitkräfte ist der Zeitausgleich deshalb nur ganz selten ein Problem.

Auch die sonstigen Schutzbestimmungen erfassen die Teilzeitkräfte mit: Bei einer Tagesarbeitszeit von mehr als 6 Stunden ist für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Pausenzeit von mindestens 30 Minuten und bei mehr als 9 Stunden von mindestens 45 Minuten vorgeschrieben. Die Mindestpausenzeit kann in mehrere Pausen aufgeteilt werden. Dabei muss die einzelne Pause stets mindestens 15 Minuten dauern; kürzere Arbeitsunterbrechungen werden nicht angerechnet. Niemand darf länger als 6 Stunden ohne Ruhepause beschäftigt werden.

Nach der Beendigung der täglichen Arbeitszeit ist grundsätzlich allen Arbeitskräften eine ununterbrochene Ruhezeit von 11 Stunden zu gewähren. Die besonderen Schutzbestimmungen für Nachtarbeitnehmer (Arbeit zwischen 23.00 und 6.00 Uhr) gelten selbstverständlich auch für Teilzeitkräfte. Auch die Beschäftigung von Teilzeitkräften ist an Sonn- und Feiertagen - von den gesetzlich vorgesehenen Ausnahmetatbeständen abgesehen - grundsätzlich unzulässig.

Die Tarifvertragsparteien und unter bestimmten Voraussetzungen auch die Betriebspartner können von den genannten Regelungen im Arbeitszeitgesetz in gewissem Umfang abweichende Vereinbarungen treffen. Zudem hat der Betriebsrat im Hinblick auf die Lage und Dauer der betrieblichen Arbeitszeit ein umfassendes Mitbestimmungsrecht.

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