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Grundsicherung für Arbeitsuchende

Welche Einkommensanrechnungen auf das Arbeitslosengeld II sind möglich?

Bei einem eigenen Verdienst

Damit derjenige, der arbeitet, mehr Geld in der Tasche behält als derjenige, der nicht arbeitet, gibt es Freibeträge.

Ein Grundfreibetrag von 100 Euro gilt für alle Einkommen aus Erwerbstätigkeit. Das heißt: Jeder Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld-Bezieher kann anrechnungsfrei 100 Euro verdienen, ohne dass seine Leistung gekürzt wird. Bei einem Bruttoeinkommen, das zwischen 100 Euro und 1000 Euro liegt, bleiben dem Arbeitslosengeld-II-Empfänger zusätzlich 20 Prozent (also maximal 180 Euro). Damit erhöht sich das Haushaltseinkommen um maximal 280 Euro und sie tragen mit eigenem Einkommen zur Sicherung des Lebensunterhalts bei. Liegt das Einkommen über 1000 Euro sind 10 Prozent des übersteigenden Betrages zusätzlich anrechnungsfrei.

Ab einem Bruttoeinkommen von 1.200 Euro (für Leistungsberechtigte ohne Kinder) bzw. einem Bruttoeinkommen von 1.500 Euro (für Leistungsberechtigte mit Kindern) werden keine zusätzlichen Freibeträge mehr berücksichtigt.

Eine Beispielrechnung über das Haushaltseinkommen bei anrechnungsfreiem Einkommen sehen Sie auf der SGB II Informationsplattform (www.sgb2.info).

Einkommen von Mitgliedern der Bedarfs- oder Haushaltsgemeinschaft

Verfügt ein erwachsenes Mitglied in einer Bedarfsgemeinschaft über Einkommen oder Vermögen, muss es für die anderen einstehen. Allerdings sind großzügige Regelungen zur Freistellung von Einkommen und Vermögen zu beachten. Ausgenommen von dieser Regel ist das Einkommen und Vermögen von Kindern. Es wird in der Regel nur berücksichtigt, um den eigenen Bedarf des Kindes zu sichern, aber nicht den Bedarf der Eltern.

Bei einer Haushaltsgemeinschaft legen die Träger der Grundsicherung bei der Berechnung der Geldleistung eine anteilige Miete zugrunde (Kosten der Unterkunft durch Anzahl der Gemeinschaftsmitglieder). Außerdem gehen sie davon aus, dass Verwandte in einer Haushaltsgemeinschaft sich gegenseitig unterstützen, wenn sie leistungsfähig sind. Das bedeutet, dass auch ihr Einkommen bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes II berücksichtigt werden könnte. Allerdings gelten bei der Prüfung der Leistungsfähigkeit besondere Maßgaben.

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