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Sich selbständig machen

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Schwerbehinderte Menschen können die gleiche Förderung erhalten wie andere Unternehmensgründer. Ergänzend kommen Darlehen oder Zuschüsse vom Integrationsamt in Frage. Sie können außerdem Zuschüsse oder Darlehen für die behinderungsgerechte Gestaltung ihres Arbeitsplatzes erhalten.

Vor der Gründung eines eigenen Unternehmens, ist es sinnvoll, sich umfassend beraten zu lassen. Vor allem in Hinblick auf die Möglichkeiten der Gründungsunterstützung, die von staatlichen und privaten Institutionen zum Teil auch unentgeltlich angeboten werden, bekommt man so einen guten Überblick. Eine Zusammenstellung von möglichen Beratungsangeboten erhalten Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.

Besondere Unterstützungsangebote für schwerbehinderte Menschen

Der Schritt in die Selbständigkeit ist auch für schwerbehinderte Menschen eine Möglichkeit zur Teilhabe am Arbeitsleben. Schwerbehinderte Menschen können vom Integrationsamt Unterstützung bei Gründung eines eigenen Unternehmens oder durch eine Beteiligung an einem bestehenden Unternehmen erfolgen.

Sie können Darlehen oder Zinszuschüsse zur Gründung und zur Erhaltung einer selbständigen beruflichen Existenz in Anspruch nehmen, wenn

  • sie die erforderlichen persönlichen und fachlichen Voraussetzungen für die Ausübung der Tätigkeit erfüllen,
  • sie ihren Lebensunterhalt durch die Tätigkeit voraussichtlich auf Dauer sicherstellen können und
  • die Tätigkeit unter Berücksichtigung von Lage und Entwicklung des Arbeitsmarktes zweckmäßig ist.

Darlehen sollen jährlich mit 10 Prozent getilgt werden. Von der Tilgung kann im Jahr der Auszahlung und im darauffolgenden Jahr abgesehen werden. (§ 102 Absatz 3 Nummer 1 c SGB IX in Verbindung mit § 21 SchwbAV).

Nähere Auskünfte erteilen die Integrationsämter.

Weitere Hilfen

Unter bestimmten Voraussetzungen können Existenzgründerinnen und Existenzgründer folgende Unterstützungen erhalten:

  • technische Arbeitshilfen,
  • eine Arbeitsassistenz,
  • die Teilnahme an Leistungen zur Erhaltung und Erweiterung beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten im Rahmen der beruflichen Weiterbildung (§ 24 SchwbAV),
  • Eingliederungszuschüsse bei Einstellung versicherungspflichtiger Arbeitnehmerinnen/ Arbeitnehmer,
  • Empfänger von Arbeitslosengeld können bei Vorliegen der Voraussetzungen einen Gründungszuschuss erhalten (§ 93 SGB III) sowie
  • Empfänger von Arbeitslosengeld II können Einstiegsgeld erhalten (§ 16 b SGB II) oder mit Darlehen und/oder Zuschüssen bzw. Beratung oder Kenntnisvermittlung gefördert werden, wenn dies für die Ausübung der selbständigen Tätigkeit notwendig ist (§16 c Absatz 1 und 2 SGB II).

Zusatzinformationen

Haben Sie Fragen?

Bei fachlichen Fragen haben Sie die Möglichkeit uns telefonisch zu erreichen oder auch eine Anfrage mit dem dafür vorgesehenen Formular zu stellen.

Info-Telefon für Menschen mit Behinderungen 030 221 911 006

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