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Fortbildung und Umschulung in Berufsförderungswerken

Wenn behinderte Erwachsene wegen Art oder Schwere ihrer Behinderung ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben und sie auch nicht im Betrieb oder einer allgemeinen Weiterbildungseinrichtung umgeschult werden können, dann helfen die Berufsförderungswerke. Dies Bildungseinrichtungen sind bundesweit organisiert und bieten Fortbildung und Umschulung für Erwachsene mit einer Betreuung an.

Leistungsangebot

1. Vorbereitende Maßnahmen

Berufsfindung und Arbeitserprobung

Wenn eine abschließende Beurteilung der Notwendigkeit oder der Art von Rehabilitationsmaßnahmen durch den zuständigen Rehabilitationsträger nicht möglich ist, kann auf Veranlassung des Rehabilitationsträgers eine Maßnahme der Berufsfindung und Arbeitserprobung in einem Berufsförderungswerk durchgeführt werden. Mit Hilfe dieser Maßnahme sollen – soweit erforderlich unter Einschaltung der begleitenden Dienste des Berufsförderungswerkes – Vorschläge für bestimmte Berufsbereiche unter Angabe der darin voraussichtlich erreichbaren Qualifikation erarbeitet werden.

Maßnahmen der Rehabilitationsvorbereitung

Bei einem nicht unerheblichen Teil der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden liegen Defizite vor, z. B. in Vorkenntnissen oder im Lern- oder Sozialverhalten, die erfahrungsgemäß den Ausbildungsverlauf beeinträchtigen.

Die Rehabilitations-Vorbereitungslehrgänge bezwecken eine Aufarbeitung der Defizite und damit eine systematische Heranführung an die geplante Ausbildung. Da die TeilnehmerInnen im Allgemeinen bereits für bestimmte Berufe vorgeschlagen sind, haben Rehabilitations-Vorbereitungslehrgänge nicht die Aufgaben einer Berufsfindung und Arbeitserprobung; sie sind auch keine Verlängerung der Fachausbildung.

2. Berufbezogene Bildungsmaßnahmen

Die Berufsförderungswerke nehmen in Abstimmung mit den federführenden Rehabilitationsträgern in ihr Bildungsangebot Berufe auf, die unter Berücksichtigung der erkennbaren Veränderungen in der Berufs- und Arbeitswelt eine möglichst dauerhafte Beschäftigung der behinderten Erwachsenen erwarten lassen. Das Bildungsangebot der Berufsförderungswerke wird bei Bedarf den sich wandelnden Erfordernissen angepasst.

3. Begleitende Dienste

Sozialer, Psychologischer und Medizinischer Dienst sind als begleitende Dienste unerlässliche Bestandteile des Berufsförderungswerkes. Ihre Aufgabe ist es besonders, die Rehabilitandinnen und Rehabilitanden rehabilitationsspezifisch zu betreuen, auch um Zeitverluste für die Rehabilitandinnen und Rehabilitanden zu vermeiden. Mit dieser Betreuung sowie durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit im Berufsförderungswerk tragen die begleitenden Dienste zur Erreichung des Rehabilitationserfolges bei.

4. Unterbringung und Verpflegung

Die Berufsförderungswerke verfügen über behinderungsgerechte Möglichkeiten für eine internatsmäßige Maßnahmedurchführung.

5. Freizeitgestaltung und Sport

Der psychischen und physischen Belastung während der Rehabilitationsmaßnahmen wird durch eine diese Belastung mindernde und zu kreativem Handeln motivierende Freizeitgestaltung entgegengewirkt. Die Sportprogramme während der Ausbildung und in der Freizeit berücksichtigen die individuellen gesundheitlichen Gegebenheiten der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden. Vor allem gezielte bewegungstherapeutische und heilgymnastische Übungen sollen der bestehenden Beeinträchtigung und ihren Folgen entgegenwirken, die Leistungsfähigkeitmobilisieren und zu behinderungsgerechtem Freizeitsport Anregung bieten.

Zusatzinformationen

Haben Sie Fragen?

Bei fachlichen Fragen haben Sie die Möglichkeit uns telefonisch zu erreichen oder auch eine Anfrage mit dem dafür vorgesehenen Formular zu stellen.

Info-Telefon für Menschen mit Behinderungen 030 221 911 006

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