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Probebeschäftigung und Eingliederungszuschuss

Für behinderte oder schwerbehinderte Menschen gibt es besondere Förderbedingungen. Für die Zeit einer Probebeschäftigung können die Personalkosten des Arbeitgebers bis zu drei Monate übernommen werden, wenn sich die Arbeitsmarktchancen des Betreffenden dadurch verbessern. Außerdem können Arbeitgeber Eingliederungszuschüsse zum Arbeitsentgelt erhalten.

Probebeschäftigung

Eine Probebeschäftigung soll behinderten und schwerbehinderten Menschen den Einstieg oder Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtern. Alle Beteiligten können in dieser Zeit die Zusammenarbeit ausprobieren. Eine Probebeschäftigung ist innerhalb eines befristeten oder unbefristeten Arbeitsverhältnisses möglich.

Die Personalkosten für eine befristete Probebeschäftigung eines behinderten oder schwerbehinderten Menschen können bis zu drei Monate von der Agentur für Arbeit oder vom Rehabilitationsträger übernommen werden. Voraussetzung ist, dass sich die Chancen des Betreffenden auf eine dauerhafte Integration ins Arbeitsleben oder einen Arbeitsplatz verbessern. Die endgültige Höhe und die Dauer der Übernahme richten sich nach dem jeweiligen Einzelfall.

Ein Probearbeitsverhältnis mit einem schwerbehinderten Menschen muss der Arbeitgeber dem Integrationsamt innerhalb von vier Tagen melden.  Auf diese Weise sollen in der wichtigen Startphase einer Beschäftigung alle Möglichkeiten der begleitenden Hilfen im Arbeitsleben ausgeschöpft werden. Die gleiche Frist gilt für die Beendigung des Probearbeitsverhältnisses.

Für die Förderung sind die Agentur für Arbeit nach § 238 SGB III und die Rehabilitationsträger nach § 34 SGB IX zuständig.

Eingliederungszuschuss für behinderte und schwerbehinderte Menschen

Arbeitgeber, die behinderte oder schwerbehinderte Menschen einstellen, können einen Zuschuss von bis zu 70 Prozent des berücksichtigungsfähigen Arbeitsentgelts für bis zu 24 Monate erhalten. Nach 12 Monaten ist der Zuschuss je nach Zunahme der Leistungsfähigkeit des Beschäftigten, mindestens aber um zehn Prozentpunkte, zu mindern. Ansprechpartner für die Förderung mit Eingliederungszuschuss sind die Agenturen für Arbeit und die Träger der Grundsicherung nach dem SGB II.

Eingliederungszuschuss für besonders betroffene schwerbehinderte Menschen

Arbeitgeber, die besonders betroffene schwerbehinderte Menschen einstellen, können einen Zuschuss zu den Lohnkosten von bis zu 70 Prozent des berücksichtigungsfähigen Arbeitsentgelts für bis zu 60 Monate erhalten. Bei besonders betroffenen schwerbehinderten Menschen, die das 55. Lebensjahr vollendet haben, kann der Zuschuss sogar bis zu 96 Monate geleistet werden.

Besonders betroffen sind z.B. schwerbehinderte Menschen, die

  • wegen Art oder Schwere ihrer Behinderung oder sonstiger Umstände im Arbeitsleben besonders betroffen sind,
  • länger als ein Jahr arbeitslos sind,
  • im Anschluss an eine Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen oder in einem Integrationsprojekt eingestellt werden,
  • als Teilzeitbeschäftigte eingestellt werden oder
  • die zur Aus- und Weiterbildung eingestellt werden.

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Info-Telefon für Menschen mit Behinderungen 030 221 911 006

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