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Unterstützte Beschäftigung

Unterstützte Beschäftigung ist die individuelle, betriebliche Qualifizierung, Einarbeitung und Begleitung behinderter Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes. Ziel dieser Unterstützung ist ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis.

„Erst platzieren, dann qualifizieren“

Nach diesem Grundsatz basiert die Unterstützte Beschäftigung auf zwei wichtigen Elementen:

Individuelle betriebliche Qualifizierung

Begonnen wird mit einer individuellen betrieblichen Qualifizierung. Diese findet von Anfang an in Betrieben auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt statt. Dabei wird der behinderte Mensch von einem so genannten Jobcoach begleitet und unterstützt. Diese Phase der Qualifizierung dauert bis zu zwei Jahre, in Ausnahmefällen bis zu drei Jahre. In der Zeit der Qualifizierung sind die Teilnehmer sozialversichert. 

Berufsbegleitung

Ist ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis erreicht, ist aber gleichzeitig eine weitergehende Unterstützung erforderlich, wird diese in Form der Berufsbegleitung erbracht. Die Dauer dieser Leistung richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen des behinderten Menschen. Es gibt keine zeitliche Beschränkung.

Wie läuft die Unterstützte Beschäftigung ab?

Der konkrete Ablauf der Unterstützten Beschäftigung richtet sich immer nach den Bedürfnissen des Einzelnen. Meist gestaltet er sich aber wie folgt:

  • Begleitung durch einen Anbieter Unterstützter Beschäftigung: Der behinderte Mensch wird von einem Anbieter Unterstützter Beschäftigung begleitet. Dieser stellt auch den so genannten Jobcoach zur Verfügung, der den behinderten Menschen auf den betrieblichen Qualifizierungsplätzen in dem erforderlichen Umfang begleitet.
  • Feststellung der Fähigkeiten, Wünsche und der erforderlichen Unterstützung: Zunächst werden die besonderen Fähigkeiten, Kenntnisse und Wünsche, aber auch der Unterstützungsbedarf des Teilnehmers festgestellt. Idealerweise geschieht dies schon in den letzten beiden Schuljahren, so dass auf diese Erkenntnisse zurückgegriffen werden kann.
  • Suche nach einem geeigneten Qualifizierungsplatz: Dann wird auf einem oder mehreren Qualifizierungsplätzen die passende Branche ermittelt, in der der behinderte Mensch arbeiten kann und möchte. Es ist Aufgabe des Anbieters Unterstützter Beschäftigung, die betrieblichen Qualifizierungsplätze zur Verfügung zu stellen. Er verfügt dazu über ein großes regionales Netzwerk und hat viele Arbeitgeberkontakte.
  • Einarbeitung: Anschließend wird der Teilnehmer gründlich auf einem betrieblichen Qualifizierungsplatz eingearbeitet, der Aussicht auf die Übernahme in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis bietet.
  • Qualifizierung: Wesentliche Bestandteile der Qualifizierung sind die Vermittlung berufsübergreifender Lerninhalte und Schlüsselqualifikationen. Auch Maßnahmen zur Entwicklung der Persönlichkeit gehören hierzu. Zur Vermittlung dieser Qualifikationen veranstaltet der Anbieter Unterstützter Beschäftigung z. B. Projekttage.
  • Arbeitsvertrag: Die Qualifizierungsphase endet idealerweise mit einem Arbeitsvertrag für den behinderten Menschen. Auch hier hilft der Anbieter Unterstützter Beschäftigung bei den Gesprächen mit den Arbeitgebern.
  • Berufsbegleitung: Ist nach dem Abschluss des Arbeitsvertrages weiterhin Unterstützung erforderlich, geschieht dies in Form der Berufsbegleitung. Auch hier kommt bei Bedarf ein Jobcoach in den Betrieb. Er hilft dabei, das Beschäftigungsverhältnis zu stabilisieren oder kommt, falls Probleme auftreten.

Ansprechpartner

Die individuelle betriebliche Qualifizierung betrifft zumeist Schulabgängerinnen und Schulabgänger. Hierfür sind in der Regel Agenturen für Arbeit zuständig sein.

Für die Berufsbegleitung sind im Regelfall die Integrationsämter zuständig. Kontaktadressen und Informationen gibt es bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen.

Zusatzinformationen

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Bei fachlichen Fragen haben Sie die Möglichkeit uns telefonisch zu erreichen oder auch eine Anfrage mit dem dafür vorgesehenen Formular zu stellen.

Info-Telefon für Menschen mit Behinderungen 030 221 911 006

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