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Barrieren in der digitalen Arbeitswelt melden – „Digital informiert – im Job integriert“ kontaktiert Anbieter

Im Berufsalltag spielen das Internet, Softwareanwendungen oder Automaten eine große Rolle. Deshalb braucht es digitale Barrierefreiheit. Denn Menschen mit Behinderungen dürfen im Berufsleben nicht ausgegrenzt werden. Dafür setzt sich das Projekt „Digital informiert – im Job integriert“ (Di-Ji ) ein.

Für die Integration im Berufsleben geht es nicht nur um die digitale Ausstattung am Arbeitsplatz, sondern auch darum, dass bereits die Suche nach einer Arbeitsstelle im Netz oder auch die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit barrierefrei sind.


Denn: „Es ist unumstritten, dass sich die Chancen auf dem Arbeitsmarkt ohne Zugang zu modernen Informationsmitteln deutlich verschlechtern“, so der Leiter des Projekts Di-Ji , Prof. Dr. Christian Bühler vom Forschungsinstitut Technologie und Behinderung.


Häufige Barrieren sind zum Beispiel sogenannte grafische Captchas bei Sicherheitsabfragen, bei denen Internetnutzer ein Wort, eine Ziffer oder eine Zeichenfolge erkennen und eintippen müssen. So etwas schließt sehbehinderte Menschen aus.
Für Blinde, die am Computer mit einer Vorlese-Anwendung arbeiten, sind Bilder problematisch, die nicht mit einem beschreibenden Alternativtext versehen sind. Gehörlose Menschen sind betroffen, wenn es um Videos ohne Untertitel oder Gebärdensprache geht. Schlussendlich muss eine Webseite sowohl nur mit der Maus als auch nur mit der Tastatur bedienbar sein, denn nicht jeder Mensch kann eine Maus oder eine Tastatur bedienen.

Wer auf Barrieren stößt, kann diese der von Di-Ji eingerichteten Meldestelle für digitale Barrieren mitteilen: Dabei kann es zum Beispiel um Software gehen, aber auch um Info-Terminals, Automaten, Internetangebote wie Jobbörsen oder auch den Einsatz von digitalen Dokumenten (z.B. PDFs). Die Mitarbeiter gehen der Meldung nach und kontaktieren den jeweiligen Anbieter – mit dem Ziel, die Barriere zu beseitigen. Der Melder erfährt auch, ob das gelungen ist.


Die Erfahrung der Meldestelle zeigt, dass einige Anbieter, wenn es darum geht, Hindernisse zu beseitigen, neben gestalterischen Argumenten auch Kostengründe ins Feld führen. „Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass eine Überarbeitung eines existierenden Angebots Geld kostet“, weiß der Leiter Meldestelle, Dr. Christian Radek. Jedoch sei die barrierefreie Gestaltung einer neuen Webseite nicht teurer ist als die Gestaltung einer nicht-barrierefreien Seite.


Di-Ji ist ein Projekt der BAG Selbsthilfe e.V., des Sozialverbands VdK Deutschland e.V. und des Forschungsinstituts Technologie und Behinderung. Unter www.di-ji.de gibt es eine Vielzahl von Informationen, Leitfäden und Hinweisen zur barrierefreien Gestaltung von Informationstechnologie.


Melden Sie digitale Barrieren unter der Telefonnummer 0211 31006-38, der Faxnummer 0211 31006-48, per E-Mail unter meldestelle@di-ji.de oder über das Meldeformular auf der Webseite www.meldestelle.di-ji.de/r/melden. Mit dem für den Firefox-Browser erhältlichen Add-on „Barriere melden“ lassen sich Mitteilungen an die Meldestelle direkt von der Seite aus absetzten, die die Barriere enthält. Mehr Infos unter www.meldestelle.di-ji.de

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