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Ausbildung in einem Betrieb

Behinderte und schwerbehinderte junge Menschen sollen zusammen mit nicht behinderten jungen Menschen möglichst in Betrieben und Verwaltungen ausgebildet werden. Arbeitgeber lernen so ihre Auszubildenden am besten kennen und schätzen. Gleichzeitig erhöhen sich für die Auszubildenden die Übernahmechancen und damit die Möglichkeit, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig zu sein.

Allgemeine Regelungen

Vorrangiges Ziel der Berufsausbildung für behinderte Menschen ist die Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Grundsätzlich bilden die rechtliche Grundlage für alle anerkannten betrieblichen Ausbildungsberufe das Berufsbildungsgesetz und die Handwerksordnung sowie die einzelnen Ausbildungsordnungen. Die schulische Berufsausbildung ist nur teilweise durch Bundesrecht geregelt, die landesrechtlichen Regelungen können je nach Bundesland variieren.

Besondere Regelungen für behinderte Auszubildende

Für die betriebliche Berufsausbildung behinderter Auszubildender gelten zusätzliche Bestimmungen. Soweit nötig, werden bei der Ausbildung für einen anerkannten Ausbildungsberuf die besonderen Verhältnisse behinderter Menschen berücksichtigt.

Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse

Die für die Durchführung des Berufsbildungsgesetzes zuständigen Kammern sollen die besonderen Verhältnisse behinderter Menschen berücksichtigen. Dies gilt insbesondere für:

Wenn für einen jungen Menschen wegen Art oder Schwere seiner Behinderung eine Ausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen gem. § 4 BBiG in Verbindung mit § 64 und § 65 BBiG nicht in Betracht kommt, so ist die zuständige Stelle verpflichtet, eine Ausbildungsregelung i.S.v. § 66 BBiG zu schaffen. Diese Ausbildungsregelung hat die besonderen Verhältnisse behinderter Menschen zu beachten; sie ist unter Berücksichtigung des Arbeitsmarktes jeweils aus dem Inhalt eines anerkannten Ausbildungsberufs zu entwickeln.

Besonderheiten bei der Abschlussprüfung

Außerdem sind behinderte Auszubildende zur Abschlussprüfung auch dann zuzulassen, wenn sie an vorgeschriebenen Zwischenprüfungen nicht teilgenommen haben oder vorgeschriebene schriftliche Ausbildungsnachweise nicht geliefert haben. Sie sind auch zuzulassen, wenn das Berufsausbildungsverhältnis nicht in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse bzw. in die Lehrlingsrolle eingetragen ist.

Ausgleichsabgabe

Bei der Veranlagung zur Ausgleichsabgabe zählen Ausbildungsplätze, auf denen schwerbehinderte Auszubildende beschäftigt werden, bei der Berechnung der Mindestzahl von Arbeitsplätzen und der Zahl der Pflichtplätze nicht mit. Schwerbehinderte Auszubildende werden zugleich auf zwei, bei besonderen Voraussetzungen auf drei Pflichtplätze angerechnet. Hierbei spricht man auch von Mehrfachanrechnung.

Wieviel Ausgleichsabgabe Sie sparen können, wenn Sie einen schwerbehinderten jungen Menschen ausbilden, können Sie mit dem Ersparnisrechner von REHADAT-Elan berechnen.

Suche nach passenden Auszubildenden

Bei der Suche nach passenden Auszubildenden und Fachkräften unterstützt Sie der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit oder Sie suchen selber in der Jobbörse für Arbeitgeber. In der "erweiterten Suche" können Sie beispielsweise unter "weitere Angaben zum Bewerber" einen Haken bei "Nur schwerbehinderte oder ihnen gleichgestellte Menschen" setzen.

Zusatzinformationen

Haben Sie Fragen?

Bei fachlichen Fragen haben Sie die Möglichkeit uns telefonisch zu erreichen oder auch eine Anfrage mit dem dafür vorgesehenen Formular zu stellen.

Info-Telefon für Menschen mit Behinderungen 030 221 911 006

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