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Einen Beruf finden

Die Agenturen für Arbeit unterstützen behinderte junge Menschen bei der Berufswahl. Berufsinformationszentren unterstützen durch Computerprogramme und Informationsfilme bei der Suche nach dem richtigen Beruf.

Den passenden Beruf zu finden ist eine sehr individuelle Aufgabe, die jeder letztlich – mit mehr oder weniger Unterstützung – entsprechend seinen Interessen und Fähigkeiten selbst beantworten muss. Eine Hilfe bei der Wahl eines Berufes können Diskussionen in der Schule und Praktika bieten. Neben den unerlässlichen eigenen Anstrengungen zur Berufswahl sollte man die Berufsberatung der Agenturen für Arbeit mit ihren speziellen Angeboten für behinderte Menschen in Anspruch nehmen. Diese werden bei ihrer Arbeit von Ärzten, Psychologen und Technischen Beratern unterstützt. Berufsberatungen der Agenturen für Arbeit werden in Schulen und vor Ort in der Agentur angeboten. In jeder Agentur für Arbeit gibt es ein Berufsinformationszentrum (BIZ). Dort kann sich jeder über Berufe, Ausbildungswege und andere Themen der Berufswahl informieren. Hierfür stehen zum Beispiel Infomappen, Computerprogramme, Filme zu den Berufen, Zeitschriften und Bücher zur Verfügung.

Selbstverständlich stehen behinderten Schülern und Auszubildenden alle Angebote zur Ausbildungsförderung der Arbeitsagenturen bzw. der Jobcenter zur Verfügung. Mehr Informationen finden Sie unter https://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/BuergerinnenUndBuerger/Ausbildung/index.html.

Hilfe bei der Berufsorientierung

Die Agenturen für Arbeit unterstützen behinderte junge Menschen bei der Berufswahl. Die Agentur für Arbeit kann darüber hinaus Maßnahmen zur vertieften Berufsorientierung und Berufswahlvorbereitung für Schülerinnen und Schüler allgemeinbildender Schulen fördern. Den besonderen Bedürfnissen junger Menschen mit sozialpädagogischem Förderbedarf und schwerbehinderte junge Menschen wird dabei Rechnung getragen. Fällt die Entscheidung für einen Beruf trotz des großen Informationsangebotes noch schwer, kann bei behinderten jungen Menschen die berufliche Eignung abgeklärt oder eine Arbeitserprobung durchgeführt werden.

Berufseinstiegsbegleitung

Die Berufseinstiegsbegleitung richtet sich an leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler, die voraussichtlich Probleme haben, einen Schulabschluss zu erlangen und damit auch Gefahr laufen, den erfolgreichen Start ins Berufsleben zu verpassen. Mit dem Ziel der Eingliederung in eine Berufsausbildung wird bereits in den Vorabgangs- und Abgangsklassen von allgemeinbildenden Schulen, die auf einen Haupt- oder Förderschulabschluss vorbereiten, angesetzt. Die Förderung reicht bis zu sechs Monate in die Berufsausbildung hinein. Über die Auswahl der Schüler/innen entscheidet die Berufsberatung nach Empfehlung des Lehrers.

Der Berufseinstiegsbegleiter unterstützt die Teilnehmer/-innen kontinuierlich und individuell beim Erreichen des Schulabschlusses, bei der Berufsorientierung und Berufswahl, bei der Ausbildungsplatzsuche, in Übergangszeiten zwischen Schule und Berufsausbildung und bei der Stabilisierung des Ausbildungsverhältnisses. Er soll insbesondere dafür Sorge tragen, dass die jungen Menschen an den erforderlichen Unterstützungsangeboten (z.B. Nachhilfeangebote während der Schulzeit, Berufsberatung, Maßnahmen im Übergangsbereich) teilnehmen. Durch die – auch sozialpädagogische Ansätze aufgreifende – Unterstützung sollen die Kompetenzen der Teilnehmer/-innen gefördert und damit die beruflichen Integrationschancen erhöht werden. Der Berufseinstiegsbegleiter arbeitet mit den Lehrkräften der Schule sowie den Beratungsfachkräften der Agentur für Arbeit eng zusammen – ohne deren originären Aufgaben zu übernehmen. Auch im regionalen Netzwerk (Arbeitsagenturen, Jobcenter, Kammern, Jugendsozialarbeit etc.) agiert der Berufseinstiegsbegleiter bezogen auf die individuellen Teilnehmer/-innen.

Nachdem die Berufseinstiegsbegleitung zunächst modellhaft erprobt worden war, wurde sie im Jahr 2011 aufgrund der positiven Evaluationsergebnisse dauerhaft in das 3. Buch Sozialgesetzbuch eingefügt. Sie kann seitdem an allen allgemeinbildenden Schulen durchgeführt werden. Die neue Regelung sieht allerdings ein Kofinanzierungserfordernis durch Dritte vor. Für die Schuljahre 2014/2015 bis 2018/2019 werden Maßnahmen der Berufseinstiegsbegleitung mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanziert. Insgesamt werden innerhalb der 5 Schulkohorten ca. 113.000 Schülerinnen und Schüler an 2.977 Schulen, davon 518 Förderschulen, begleitet und unterstützt.

Abklärung der beruflichen Eignung

Die Teilnahme an einer Abklärung der beruflichen Eignung ist für diejenigen jungen Menschen gedacht, die durch die Berufsberatung keine passende Berufsausbildung gefunden haben.

Arbeitserprobung

Ziel einer Arbeitserprobung ist es, herauszufinden, ob die jungen Menschen die Anforderungen einer bestimmten Ausbildung oder Tätigkeit bewältigen können. Junge Menschen mit Behinderung können typische Tätigkeiten eines Berufes oder eines Berufsfeldes kennenlernen und die eigenen Fähigkeiten, Stärken und Einschränkungen durch konkretes Ausprobieren herausfinden. Ferner kann geklärt werden, ob für den Ausbildungsplatz technische Hilfen oder besondere Unterstützung in der Berufsschule erforderlich sind.

Vorbereitung auf die Berufsausbildung

Zur Vorbereitung auf die Berufsausbildung und den Beruf gibt es berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen sowie weitere Fördermaßnahmen. Diese bereiten die jungen Menschen individuell auf eine Berufsausbildung und den Beruf vor.

Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen

Trotz der Bemühungen, bereits während der Schulzeit den Übergang in das Arbeitsleben zu thematisieren und die behinderten Schülerinnen und Schüler darauf vorzubereiten, verfügen nicht alle Schulabgängerinnen und -abgänger über die erforderliche Ausbildungsreife. Ihnen soll daher nach Ende der Schulzeit durch berufsvorbereitende Maßnahmen der Zugang zu Berufsausbildung und Arbeit ermöglicht werden. Die berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen bestehen aus auf den Einzelnen abgestimmte Qualifizierungsebenen. Die Bundesagentur für Arbeit führt diese Maßnahmen durch. Diese können generell zehn Monate dauern, für junge Menschen mit Behinderung in rehaspezifischen berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen können sie bis zu 11 Monate dauern. Ziel dieser Maßnahmen ist, dass die jungen Menschen im Anschluss eine Berufsausbildung beginnen können. Eine Verlängerung auf 18 Monate ist für behinderte junge Menschen möglich, wenn Ziel der Maßnahme die direkte Eingliederung in Arbeit ist.

Weitere Fördermaßnahmen für behinderte Menschen

  • das Berufsvorbereitungsjahr an Berufsschulen vor allem für lernbehinderte junge Menschen
  • das Berufsgrundbildungsjahr an Berufsschulen zur Erlangung einer Grundqualifikation in einem bestimmten Berufsfeld;
  • die Blindentechnische und vergleichbare Grundausbildung.

Zusatzinformationen

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Bei fachlichen Fragen haben Sie die Möglichkeit uns telefonisch zu erreichen oder auch eine Anfrage mit dem dafür vorgesehenen Formular zu stellen.

Info-Telefon für Menschen mit Behinderungen 030 221 911 006

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