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Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit

Was passiert, wenn Menschen aus gesundheitlichen Gründen ihre Arbeit nicht mehr ausüben können und für eine Altersrente noch zu jung sind? Für diesen Fall kann eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit das Einkommen ganz oder teilweise ersetzen, sofern die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht ist.

Bezugsdauer der Renten wegen Erwerbsminderung

Renten wegen teilweiser Erwerbsminderung oder voller Erwerbsminderung werden nur bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze (Vollendung des 65. Lebensjahres für Geburtsjahrgänge bis 1946, danach stufenweise ansteigend bis auf das 67. Lebensjahr für Geburtsjahrgänge ab 1964) geleistet, da anschließend Anspruch auf die Regelaltersrente besteht. Ist unmittelbar vor Beginn der Regelaltersrente eine Rente wegen voller Erwerbsminderung geleistet worden, wird die Regelaltersrente mindestens in gleicher Höhe wie die Rente wegen voller Erwerbsminderung gezahlt.

Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit werden in der Regel für drei Jahre befristet geleistet.
Eine befristete Rente beginnt frühestens mit dem siebten Kalendermonat nach Eintritt der Erwerbsminderung.

Endet die befristete Rente und hat sich der Gesundheitszustand nicht gebessert, kann die Rente weiter gewährt werden – eventuell erneut befristet. Deshalb sollte rechtzeitig ein Folgeantrag gestellt werden.

Wird bei einer ärztlichen Überprüfung festgestellt, dass sich die Erwerbsfähigkeit verbessert hat, kann der Rentenanspruch entfallen.

Renten wegen Erwerbsminderung werden unbefristet erbracht, wenn der Rentenanspruch allein medizinisch bedingt ist und eine Besserung des Gesundheitszustandes „unwahrscheinlich“ ist. Hiervon ist auch nach einer Gesamtdauer der Befristung von neun Jahren auszugehen.

Wird der Rentenantrag innerhalb von drei Kalendermonaten nach Eintritt der Erwerbsminderung bei der Rentenversicherung eingereicht, wird die unbefristete Rente ab dem Monat nach Eintritt der Erwerbsminderung gezahlt. Nach Ablauf von drei Monaten zahlt die Rentenversicherung erst vom Antragsmonat an.

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