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Altersrente für schwerbehinderte Menschen

Anspruch auf Altersrente für schwerbehinderte Menschen haben Versicherte, die das 65. Lebensjahr vollendet haben, bei Rentenbeginn als schwerbehinderte Menschen mit einem Grad der Behinderung von wenigstens 50 anerkannt sind und die Wartezeit von 35 Jahren erfüllt haben.
Die vorzeitige Inanspruchnahme dieser Altersrente ist nach Vollendung des 62. Lebensjahres möglich.

Wartezeit von 35 Jahren

Auf die Wartezeit von 35 Jahren werden alle rentenrechtlichen Zeiten angerechnet.
Neben den auf die allgemeine Wartezeit anzurechnenden Zeiten (Beitragszeiten, Ersatzzeiten, Zeiten aus einem durchgeführten Versorgungsausgleich, Zeiten aus einem Rentensplitting unter Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartnern sowie aus 450-Euro-Jobs/ Minijobs) sind dies auch beitragsfreie Zeiten (Zeiten, in denen man aus persönlichen Gründen keine Rentenversicherungsbeiträge bezahlen kann, zum Beispiel wegen Krankheit, Schwangerschaft, Arbeitslosigkeit, Schulausbildung und Studium) sowie Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung und Pflege.

Abschläge

Versicherte, die vor dem 1. Januar 1952 geboren sind, können die Altersrente weiterhin ab dem 63. Lebensjahr beziehen. Eine vorzeitige Inanspruchnahme der Altersrente für schwerbehinderte Menschen ist ab dem 60. Lebensjahr möglich. Bei Inanspruchnahme der Altersrente vor dem 63. Lebensjahr ist jedoch für jeden Monat der Inanspruchnahme der Altersrente vor dem 63. Lebensjahr ein Abschlag von 0,3 Prozent in Kauf zu nehmen, so dass bei Inanspruchnahme der Altersrente ab dem frühestmöglichen Zeitpunkt (Alter 60) ein maximaler Abschlag von 10,8 Prozent in Kauf zunehmen ist.Versicherte, die vor dem 17. November 1950 geboren wurden und am 16. November 2000 bereits schwerbehindert, berufs- oder erwerbsunfähig waren, können die Altersrente für schwerbehinderte Menschen weiterhin ohne Abschlag vom vollendeten 60. Lebensjahr an in Anspruch nehmen.

Für Versicherte, die nach dem 31. Dezember 1951 geboren sind, wird die Altersgrenze für die vorzeitige Inanspruchnahme als auch die Altersgrenze für die abschlagsfreie Inanspruchnahme der Altersrente für schwerbehinderte Menschen schrittweise angehoben. Für die Geburtsjahrgänge ab 1964 gilt dann als Altersgrenze für die vorzeitige Inanspruchnahme das 62. Lebensjahr und für den abschlagsfreien Bezug dieser Altersrente das 65. Lebensjahr.

Ausnahme von der Anhebung der Altersgrenzen

Bei Versicherten, denen die Schwerbehinderung vor dem 1. Januar 2007 anerkannt wurde, sie vor 1955 geboren sind und bereits vor dem 1. Januar 2007 eine Altersteilzeitarbeitvereinbarung abgeschlossen haben, die den Übergang aus Altersteilzeit in die Altersrente für schwerbehinderte Menschen vorsieht, gilt die Altersgrenze von 60 Jahren für die vorzeitige Inanspruchnahme der Altersrente und die Altersgrenze von 63 Jahren für die abschlagsfreie Inanspruchnahme weiter.

Ausnahme bei Berufs- und Erwerbsunfähigkeit vor 2001

Ein Anspruch auf die Altersrente für schwerbehinderte Menschen besteht auch für Versicherte, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, die vor dem 01. Januar 1951 geboren sind und bei denen bei Beginn der Altersrente Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit im Sinne der bis zum 31. Dezember 2000 geltenden Bestimmungen zur Berufs- und Erwerbsunfähigkeit vorliegt und die die Wartezeit von 35 Jahren erfüllen.

Hinweise

Die Schwerbehinderung wird durch den Schwerbehindertenausweis nachgewiesen. Dieser muss beim Versorgungsamt beantragt werden und bei Rentenbeginn noch gültig sein.

Zusatzinformationen

Haben Sie Fragen?

Bei fachlichen Fragen haben Sie die Möglichkeit uns telefonisch zu erreichen oder auch eine Anfrage mit dem dafür vorgesehenen Formular zu stellen.

Info-Telefon für Menschen mit Behinderungen 030 221 911 006

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