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Welche Vorgaben macht die UN-Behindertenrechtskonvention im Hinblick auf die Verbesserung der Teilhabe von Kunstschaffenden mit Behinderungen? Nimmt der Nationale Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auch die Verbesserung der Situation behinderter Künstler in den Blick?

Aus der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) lassen sich keine direkten Vorgaben im Hinblick auf die Verbesserung der Teilhabe von Kunstschaffenden mit Behinderungen entnehmen. Gleichwohl ergeben sich aber allgemeine Bezugspunkte der Thematik zur UN-BRK.

So verpflichtet Artikel 8 UN-BRK unter der Überschrift „Bewusstseinsbildung“ die Vertragsstaaten, „sofortige, wirksame und geeignete Maßnahmen“ zu ergreifen, um in der Bevölkerung „das Bewusstsein für Menschen mit Behinderungen zu schärfen“, die „Achtung ihrer Rechte und ihrer Würde zu fördern“, „Klischees und Vorurteile zu bekämpfen“ und das Wissen um „die Fähigkeiten und den Beitrag von Menschen mit Behinderungen“ zu fördern. Bereits in ihrer Präambel Buchstabe m) benennt die UN-BRK den „wertvollen Beitrag, den Menschen mit Behinderungen zum allgemeinen Wohl und zur Vielfalt ihrer Gemeinschaften leisten und leisten können“.

Die Förderung der Teilhabe von Kunstschaffenden mit Behinderungen kann einen sehr wichtigen Beitrag leisten, um das gesellschaftliche Bewusstsein nicht nur dafür zu schärfen, welche Bedarfe bei behinderten Kunstschaffenden bestehen, um ihre gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, sondern auch welchen Beitrag die Kunstschaffenden selbst für die Gesellschaft leisten können.

In ihrem Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (NAP) widmet sich die Bundesregierung im Rahmen des Handlungsfeldes „Kultur und Freizeit“ daher auch dem Themenfeld „Künstlerinnen und Künstler mit Behinderungen“. Demnach will sich die Bundesregierung im Rahmen ihrer Zuständigkeit (Kunst- und Kulturförderung in Deutschland ist nach dem Grundgesetz in erster Linie Sache der Länder und Gemeinden) und Möglichkeiten dafür einsetzen, behinderten Künstlerinnen und Künstlern gleichwertige Voraussetzungen für die Kunstausübung wie nichtbehinderten Künstlerinnen und Künstlern einzuräumen und diskriminierungsfreie Zugangsmöglichkeiten zur Kunst und Kultur für behinderte Menschen zu schaffen.


Als konkrete Maßnahme wird im NAP die Veranstaltungsreihe „Kultur im Kleisthaus“, dem Dienstsitz der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, genannt.

Das Kleisthaus dient bereits seit Jahren als Ort des künstlerischen Austauschs und Zusammenseins von Menschen mit und ohne Behinderungen. Die aktive Beteiligung von Menschen mit Behinderungen und ein möglichst barrierefreies Informations- und Veranstaltungsangebot sind dafür grundlegend. Das angebotene Kulturprogramm soll Künstlerinnen und Künstlern mit Behinderungen Raum geben und Themen aufgreifen, die wichtig für Menschen mit Behinderungen sind. Konkrete Veranstaltungen sind dabei u.a. Hörfilme, Lesungen, Ausstellungen. Im Zentrum stehen dabei Werke von Künstlern mit Behinderung.

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